Was bringen Aktivkohlefilter?

Beitrag verfasst von Gianluca Bontempi

Beitrag verfasst von Gianluca Bontempi

Mit langjähriger Erfahrung im Bereich Cannabis und als Kopf hinter Medusafilters steht Gianluca Bontempi für fundiertes Wissen und echte Leidenschaft.

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Die Antwort auf einen Blick

Aktivkohlefilter reduzieren einen Teil der Schadstoffe aus dem Rauch, bevor er in die Lunge gelangt – sie machen das Rauchen aber nicht unbedenklich. Der Rauch wird spürbar kühler und milder und kratzt weniger im Hals, während gewünschte Wirkstoffe den Filter weitgehend passieren. Entscheidend für die Wirkung sind die Qualität der Aktivkohle (fein, aus Kokosnussschalen) und die Verschlüsse: Offenporige Zellulosekappen filtern besser als Keramikkappen.

Was bringen Aktivkohlefilter beim Rauchen?

Aktivkohlefilter kühlen den Rauch ab und binden einen Teil von Teer, Schadstoffen und Schwebstoffen, bevor sie in den Mund gelangen. Die feinporige Aktivkohle wirkt wie ein Sieb: Der Zug wird spürbar kühler, weicher und weniger kratzig. Geschmack und Aromen bleiben dabei weitgehend erhalten, während grobe Partikel im Filter zurückbleiben.

Aktivkohlefilter erfreuen sich in der Rauchergemeinde immer größer werdender Beliebtheit. Viele Raucher greifen inzwischen auf sie zurück. Wir denken: zu Recht! Sie stellen nämlich eine einfache, jedoch sehr effektive Methode dar, um schädliche Substanzen im Rauch auf ein Minimum zu reduzieren. Erstmal anstelle eines Tips (gedrehte Pappe) im Joint "eingebaut" trägt er dazu bei die Gesundheit des Konsumenten nachhaltig zu schützen. Anders als bei Zigarettenfiltern beinhalten sie filternde Aktivkohle. Eure Lunge wird es euch also danken. Was hat es aber mit dem Hype um Aktivkohlefilter auf sich und welche Unterschiede gibt es? Hier erfahrt ihr es.


Aktivkohlefilter gibt es in verschiedenen Ausführungen: Aufbau und Funktion

Zahlreiche Varianten (Tip-size, slim) sind inzwischen auf dem Markt, doch wie ist der Aufbau und wo sind die Unterschiede der gängigsten Modelle für Joints? Wir ziehen den großen Vergleich zwischen den herkömmlichen Aktivkohlefiltern mit Keramikkappen und der Neuentdeckung der letzten Jahre mit Zelluloseverschluss.

Zunächst einmal müssen wir aber definieren, was einen Aktivkohlefilter zu einem guten Aktivkohlefilter macht. Denn Sie alle verfolgen das Ziel, dem Cannabis - Konsumenten ein möglichst angenehmes und schadstoffarmes Raucherlebnis zu ermöglichen. Gefüllt mit Aktivkohle, die in Form von Pellets, Granulat oder einer Schicht auf einem Trägermaterial verwendet wird, soll hier ein möglichst hohes Filterergebnis erzielt werden (meist mit 6 mm - 7 mm Durchmesser). Auf die inneren Werte kommt's an!

Die Aktivkohle wird dabei auf natürliche Weise oder durch Behandlung mit Dämpfen oder Chemikalien hergestellt, wodurch eine große Anzahl von Poren entstehen, die große Oberflächen bieten. Dieser Prozess verändert die Struktur der Kohle maßgeblich und "aktiviert" diese. Unter dem Mikroskop sieht das dann ziemlich mondähnlich und porös aus.

Diese poröse Struktur ermöglicht es der Aktivkohle, Chemikalien, Stickstoffe und schädliche Gase bzw. deren Moleküle an der Oberfläche zu binden. Man spricht von der Adsorption. Weiter reduziert sie die Belastung durch:

  • Kohlenmonoxid
  • Nikotin
  • Nickel
  • Arsen
  • Stickstoffe
  • Teer
  • uvm.

Das alles, ohne dabei größere Mengen THC/CBD Moleküle aufzunehmen. Bei ansonsten über 600 verschiedenen Schadstoffen im Rauch ein verschmerzbarer Kompromiss.

Die Effizienz des Aktivkohlefilters hängt also maßgeblich von der Menge, der Aktivkohleform- und Art ab. Hier gilt es nochmals zwischen Steinkohle und der zu unterscheiden, welche aus Kokosnussschalen gewonnen wird. Zweitgenannte zeigt deutlich verbesserte Filterergebnisse.

Grundsätzlich lässt sich sagen, je feiner die Aktivkohle, desto höher das Filterergebnis bei gleicher Menge (da mehr Oberfläche).

An Ort und Stelle gehalten wird diese durch Keramikverschlüsse mit Lochung, oder mit offenporigen Zellulosekappen (Bsp. Medusafilters). Übrigens gibt es inzwischen selbst für die Bong und die ein oder andere Pfeife Aktivkohlefilter.

Aktivkohlefilter mit Keramik- vs. Zellulosekappen – was ist die bessere Wahl und was bringen sie wirklich?

Um hier auf ein aussagekräftiges Ergebnis zu kommen, muss diese Frage von mehreren Blickwinkeln betrachtet werden.

Übrigens: Auch Glasfilter sind eine spannende Alternative – den direkten Vergleich findest du im Beitrag Glasfilter vs. Aktivkohlefilter.

Medusafilters Aktivkohlefilter anschaulich dargestellt

1. Schadstoffreduzierung

Der Aktivkohlefilter in der Keramikvariante filtert beim Rauchen (vor allem Tabak) mit groben Aktivkohlepellets welche - wie wir oben gelernt haben, weniger Schadstoffe aufnehmen können. Dies ist aber aufgrund der Bauart und zum Vermeiden von Aktivkohlestückchen im Mund jedoch nicht anders zu lösen.

Zusätzlich hierzu wird sich das Einatmen von Aktivkohlestaub beim Ziehen kaum vermeiden lassen. Dies sorgt schnell für einen verfälschten Geschmack und einer höheren Schadstoffbelastung.

Die Zellulosevariante hingegen ist von keiner Lochung abhängig und kann die Aktivkohle daher deutlich feiner nutzen. Dies sorgt bei weniger Aktivkohle für eine höhere Filterkraft. Zusätzlich filtern die Zellulosekappen auf beiden Seiten den Kohlestaub sowie Teer und Nikotin ohne dabei Cannabinoide und die Wirkung vom THC nennenswert zu vermindern.

Der Geschmack beim Rauchen mit Aktivkohlefilter in der Zelluloseversion wird nicht verfälscht.

Aktiv-Zellulosefilter 1. Aktivkohlefilter mit Keramikverschluss 0.

2. Aktivkohlefilter beim Rauchen - Durchzug & Rauchverhalten

Auch hier macht der Aktivkohlefilter in der Keramikversion wieder den Anfang.

Der Durchzug scheint im ersten Moment nahezu unverändert um "Tip" zu sein. Auf den zweiten Blick steht man diesem jedoch etwas ernüchternder entgegen.

Aktivkohle wirkt durch Adsorption an ihrer porösen Oberfläche - sie schmilzt oder verflüssigt sich nicht. Der Keramikverschluss kann jedoch durch Feuchtigkeit und das Ziehen am Mundstück verstopfen, wodurch sich die feinen Löcher in der Keramikhülse schnell zusetzen. Dies sorgt für einen deutlich reduzierten Durchzug, bis hin zum Komplettverschluss. Lose Aktivkohle kann noch zusätzlich bei zu starkem Ziehen in den Mund gelangen, spätestens dann ist das erhoffte Raucherlebnis Vergangenheit.

Keramikfilter verfügen nicht über einen Hitzeschutz, somit ist der Rauch beim Verbrennungsprozess, je näher man seinen Joint bis zum Filter raucht, mitunter ziemlich heiß. Dies kann noch im besten Fall zu trockenen, rissigen Lippen führen.

Der Zellulosefilter - Aktivkohlefilter:

Die offenporigen Verschlüsse des Aktiv-Zellulosefilter sind echte Helden eines jeden Konsumenten. Sie fangen nämlich nicht nur die lose Aktivkohle ein ohne zu verstopfen, sie sorgen auch bei geringer Länge des Joints für einen kühlen Durchzug von Anfang bis Ende.

Denn eure Lippen sind zum Küssen da.

Aktiv-Zellulosefilter 2. Aktivkohlefilter mit Keramikverschluss 0.


3. Umweltbelastung

Vorweg will gesagt sein, dass die korrekte Entsorgung eines jeden Filters Voraussetzung für diesen Vergleich ist. Durch die aufgefangenen Schadstoffe im Filter ist die Umweltbelastung bei fahrlässigem Entsorgen nicht zu vermeiden. Lasst uns nun aber auf die Herstellung von Aktivkohlefiltern und deren Materialeigenschaften eingehen.


Der Keramikfilter nutzt neben einer Papphülse und Designpapier natürlich auch die namensgebenden zwei Keramikkappen. Dies ist eines der ältesten Werkstoffe der Menschheitsgeschichte. Grundsätzlich als Naturprodukt zu bezeichnen benötigt man auch heutzutage für die Keramikproduktion noch enorme Mengen an Energie, weil die Keramik oftmals 6-12 Stunden bei 1200°c erhitzt oder gesintert werden muss. Mit ihr verbrennt auch jeglicher Bezug zur Umweltneutralität bei der Produktion. Wie aktuelle Studien belegen, ist vor allem die Tatsache für die Umwelt schädlich, dass bei der Massenfertigung von Keramikprodukten fast immer fossile Brennstoffe für die Befeuerung der Öfen genutzt werden – was entsprechend umweltschädliche Emissionen zur Folge hat. Hinzukommt, dass Keramik nicht biologisch abbaubar ist - dies kann also mit Leichtigkeit ein Menschenleben oder gar ganze Generationen überdauern.


Zellulose ist anders. Besser gesagt, reden wir hier von Celluloseacetat. Dies ist ein biologisch abbaubarer, Bio-basierter Kunststoff, der zum Beispiel zur Herstellung nachhaltiger Verpackungen für Lebensmittel verwendet werden kann. Nicht zu verwechseln mit dem, was beim klassischen Zigarettenfilter verwendet wird. Dementsprechend gelangt er auch in Siedlungsabfälle. Cellulose-Acetat (Kurzzeichen CA) wird zwar zu den thermoplastischen Kunststoffen gezählt, ist aber eher ein modifizierter Naturstoff. Bei der Produktion wird Cellulose, meist in Form von natürlichem Zellstoff vorliegend, mit Essigsäure und mit Essigsäureanhydrid verestert. Gibt es mittlerweile Prozesse, die vollständig naturverträglich und umweltfreundlich sind? Ja dieser!


Aktiv-Zellulosefilter 3. Aktivkohlefilter mit Keramikverschluss 0.

Natürlich spielen bei der Beurteilung und dem Vergleich zweier Produktgruppen noch weitere Faktoren wie Preis, Markenstanding und persönliche Präferenzen eine entscheidende Rolle. Dieser Vergleich soll lediglich die Grundlage dafür sein.

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Zusammenfassung - Welcher Aktivkohlefilter für den besten Rauchgenuss?

Dass Aktivkohlefilter im Vergleich zu Zigarettenfiltern ohne Kohle definitiv das Rennen machen, sollte inzwischen klar sein, aber auch unter den Aktivkohlefiltern selbst gibt es große Unterschiede im Filterergebnis und der Qualität. Ein Aktivkohlefilter Joint sollte euch ein möglichst angenehmes Raucherlebnis schaffen, ohne dabei selbst in den Fokus zu geraten. Zellulose - Aktivkohlefilter sind auf dem Vormarsch und hatten auch in unserem Vergleich klar die Nase vorne. Überzeugt euch aber selbst – zum Beispiel in unserer Aktivkohlefilter-Übersicht! Welche Modelle aktuell vorn liegen, zeigt unser Ranking der besten Aktivkohlefilter. Wie lange ihr dabei "high" seid, erfahrt ihr in unserem Beitrag Wie lange ist man high?

Das passende Zubehör von Medusafilters

Häufig gestellte Fragen über Aktivkohlefilter

Sie kühlen den Rauch ab und binden einen Teil von Teer, Asche und Schadstoffen, bevor er deinen Mund erreicht. Der Zug wird spürbar weicher und weniger kratzig, während Aromen weitgehend erhalten bleiben. Ein Filter macht Rauch aber nicht harmlos - er reduziert nur einen Teil der unerwünschten Bestandteile im Rauch.

Durch Adsorption an der riesigen inneren Oberfläche der Kohle lagern sich Teer, grobe Partikel, Asche und ein Teil der wasserlöslichen Schadstoffe an. Sichtbar bleibt oft ein brauner Belag im Filter, der sonst in Rachen und Lunge gelangt wäre. Feine und flüchtige Bestandteile werden allerdings nicht vollständig zurückgehalten.

Für die meisten Drehtechniken ist der 6-mm-Aktivkohlefilter das Standardmaß und ein guter Kompromiss: dünn genug zum sauberen Eindrehen, dick genug für eine wirksame Kühlstrecke. Die 6-mm-Aktivkohlefilter von Medusafilters passen zu gängigen Papers und Tips und sorgen für einen kühleren, gefilterten Zug. Dickere Filter gibt es vor allem für spezielle Anwendungen.

Wechsle den Aktivkohlefilter, sobald der Zug schwer wird oder der Filter innen dunkel und feucht aussieht. Als Faustregel gilt: ein Filter pro Joint oder Session. Ein gesättigter Filter nimmt kaum noch Partikel auf und kann den Zug sogar erschweren. Trocken gelagert bleibt frisches Granulat länger aufnahmefähig.

Aktivkohlefilter bieten die stärkste Schadstoffbindung und maximale Kühle, sind aber Einwegprodukte. Wiederverwendbare Glasfilter kühlen, halten Krümel zurück und lassen sich reinigen und immer wieder nutzen - dafür fehlt ihnen die aktive Kohle. Bei Medusafilters findest du beide im 6-mm-Maß; viele kombinieren einen Glasfilter mit Aktivkohle für unterwegs.

Nein. Aktivkohlefilter verändern das Zugerlebnis - kühler, weicher, sauberer - und binden einen Teil von Teer und Schadstoffen, aber sie machen Rauch nicht gesund und heben die Risiken des Rauchens nicht auf. Die risikoärmste Variante bleibt der Verzicht. Der Konsum ist ausschließlich Erwachsenen im gesetzlich zulässigen Rahmen vorbehalten.

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Quellen:

Effect of Charcoal in Cigarette Filters on Free Radicals in Mainstream Smoke https://www.ncbi.nlm.nih.gov

Activated charcoal filter effectively reduces p-benzosemiquinone from the mainstream cigarette smoke and prevents emphysema https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

https://www.abstractsonline.com/pp8/#!/5789/presentation/23033

Haftungsausschluss:
Dieser Inhalt ist nur für Bildungszwecke gedacht. Die bereitgestellten Informationen stammen aus Forschungsarbeiten, persönlichen Fachgesprächen und eigenen Erfahrungen, die zusammengetragen wurden.

Was filtern Aktivkohlefilter beim Rauchen?

Aktivkohlefilter binden vor allem Teer, Asche, grobe Partikel und einen Teil der wasserlöslichen Schadstoffe aus dem Rauch. Sie arbeiten durch Adsorption - Stoffe lagern sich an der riesigen inneren Oberfläche der Kohle an.

Der Kern eines Aktivkohlefilters ist Granulat aus hochporöser Aktivkohle. Ein einziges Gramm bringt eine innere Oberfläche von mehreren Hundert Quadratmetern mit - dort lagern sich beim Durchziehen Partikel und viele Rauchbestandteile an. In der Praxis bleibt ein sichtbarer Teil des Teers als brauner Belag im Filter zurück, statt in Mund und Rachen zu gelangen. Grobe Aschepartikel und Krümel werden ebenfalls abgefangen, sodass kein Tabak oder Pflanzenmaterial mitgezogen wird. Wichtig zu wissen: Ein Filter entfernt nicht alles und macht Rauch nicht harmlos - er reduziert lediglich einen Teil der unerwünschten Bestandteile. Der Effekt ist erfahrungsgemäß ein klarerer, weniger kratziger Zug. Je frischer die Aktivkohle und je langsamer du ziehst, desto mehr kann der Filter aufnehmen. Ein vollgesogener Filter sollte gewechselt werden.

Was bringen Aktivkohlefilter bei Joints?

Bei Joints sorgen Aktivkohlefilter für einen deutlich kühleren, weicheren Zug und halten Krümel sowie einen Teil von Teer und Schadstoffen zurück. Viele empfinden den Rauch dadurch als angenehmer und weniger kratzig im Hals.

Ein Joint verbrennt mit hoher Hitze, und der Rauch erreicht Mund und Rachen oft heiß und intensiv. Ein 6-mm-Aktivkohlefilter schaltet zwischen Brennzone und Zug eine Kühlstrecke: Der Rauch legt einen längeren Weg durch das Kohlegranulat zurück und kommt spürbar kühler an. Gleichzeitig verhindert der Filter, dass Pflanzenmaterial oder Asche mitgezogen werden - der klassische Krümel im Mund bleibt aus. Erfahrungsgemäß bleibt das Aroma dabei weitgehend erhalten, weil die Kohle vor allem grobe und wasserlösliche Bestandteile bindet, nicht die feinen Geschmacksnoten. Im Vergleich zu einem einfachen gedrehten Tip oder Pappfilter fällt der Unterschied bei Kühle und Sauberkeit des Zugs am deutlichsten auf. Wichtig: Der Konsum ist ausschließlich Erwachsenen im gesetzlich zulässigen Rahmen vorbehalten. Ein Filter macht das Rauchen nicht gesund, sondern verändert nur das Zugerlebnis.

Warum wird der Zug mit Aktivkohlefilter kühler?

Der Rauch legt durch das Kohlegranulat einen längeren Weg zurück und gibt dabei Wärme ab. Das Ergebnis ist ein spürbar kühlerer, sanfterer Zug, der im Hals weniger kratzt.

Kühle entsteht vor allem durch Distanz und Oberfläche. In einem Aktivkohlefilter strömt der Rauch nicht durch einen leeren Hohlraum, sondern durch dicht gepacktes Granulat mit vielen kleinen Zwischenräumen. Auf diesem Weg gibt er Wärme an die Kohle und die Filterwand ab, bevor er deinen Mund erreicht. Zusätzlich bremst das Granulat die Strömung leicht, sodass der Zug weicher und kontrollierter wirkt. Viele Nutzer beschreiben den Effekt als runder und weniger beißend - besonders im Vergleich zu einem Zug ohne Filter oder mit reinem Papptip. Der 6-mm-Durchmesser hat sich dabei als guter Kompromiss etabliert: dünn genug für die meisten Drehtechniken, dick genug für eine wirksame Kühlstrecke. Ziehst du langsamer, bleibt mehr Zeit für den Wärmeaustausch und der Zug wird noch kühler.

Wie verwendest du einen Aktivkohlefilter richtig?

Setze den Aktivkohlefilter an das Mundstück-Ende deines Joints, drehe ihn sauber ein und ziehe eher langsam. So nutzt du Kühl- und Filterwirkung optimal aus.

  1. Filter einlegen: Den 6-mm-Filter an das Ende setzen, an dem du ziehst - so wandert der Rauch zuerst durch das Papier und dann durch die Kohle.
  2. Sauber eindrehen: Papier fest um den Filter wickeln, damit keine Nebenluft vorbeizieht und der komplette Rauch durch das Granulat läuft.
  3. Langsam ziehen: Ein ruhiger, gleichmäßiger Zug gibt der Kohle mehr Zeit, Wärme und Partikel aufzunehmen.
  4. Rechtzeitig wechseln: Wird der Zug schwer oder der Filter innen dunkel und feucht, tausche ihn - ein gesättigter Filter nimmt kaum noch etwas auf.
  5. Trocken lagern: Filter kühl und trocken aufbewahren, damit die Aktivkohle ihre Aufnahmefähigkeit behält.

Aktivkohlefilter oder Glasfilter - was ist besser?

Aktivkohlefilter filtern und kühlen chemisch-mechanisch und werden nach Gebrauch entsorgt; wiederverwendbare Glasfilter kühlen und fangen Krümel, lassen sich aber reinigen und immer wieder nutzen. Die beste Wahl hängt von deinen Prioritäten ab.

Ein Aktivkohlefilter punktet mit der Adsorptionswirkung: Das Granulat bindet Teer und einen Teil der Schadstoffe und liefert einen besonders kühlen Zug. Nachteil ist, dass er ein Einwegprodukt ist und nach der Sättigung ersetzt werden muss. Ein wiederverwendbarer Glasfilter setzt dagegen auf Distanz und einen glatten Kanal: Er hält Krümel zuverlässig zurück, kühlt den Rauch und lässt sich nach Gebrauch ausspülen und wieder verwenden - das spart auf Dauer Material. Die Filterwirkung gegenüber feinen Schadstoffen ist beim Glasfilter jedoch geringer, weil ihm die aktive Kohle fehlt. Wer maximale Kühle plus Schadstoffreduktion möchte, greift zum Aktivkohlefilter; wer Wert auf Nachhaltigkeit und einen sauberen, krümelfreien Zug legt, ist mit einem Glasfilter gut bedient. Manche kombinieren beides - Glasfilter als Basis, Aktivkohle für unterwegs. Beide gibt es bei Medusafilters im 6-mm-Standardmaß.

Haben Aktivkohlefilter auch Nachteile?

Aktivkohlefilter sind Einwegprodukte, verlieren mit der Zeit ihre Wirkung und machen Rauch nicht gesund. Ein gesättigter Filter kann den Zug erschweren und sollte gewechselt werden.

So praktisch die Kühl- und Filterwirkung ist - ein Aktivkohlefilter hat Grenzen. Er entfernt nur einen Teil der Rauchbestandteile und kann die Risiken des Rauchens nicht aufheben; rauchfrei bleibt immer die risikoärmste Variante. Als Einwegartikel fällt zudem Abfall an, und die Kohle ist irgendwann gesättigt: Dann lässt die Wirkung nach und der Zug wird zäh. Feuchtigkeit beschleunigt diesen Punkt, weshalb offene Filter nicht ewig herumliegen sollten. Auch der Geschmack kann sich bei sehr frischer Kohle minimal verändern, was die meisten aber kaum bemerken. Wer das im Blick behält - frischer Filter, langsamer Zug, rechtzeitiger Wechsel - holt das Beste heraus. Und noch einmal klar: Aktivkohlefilter verändern das Zugerlebnis, sie sind kein Gesundheitsprodukt und der Konsum bleibt Erwachsenen im gesetzlichen Rahmen vorbehalten.