Klassische Zigarettenfilter vs Aktivkohlefilter
Die Antwort auf einen Blick
Klassische Zigarettenfilter aus Celluloseacetat halten vor allem grobe Partikel zurück – für Zigaretten solide, für alles andere ein Kompromiss. Aktivkohlefilter adsorbieren zusätzlich Schadstoffe direkt aus dem Rauch: Studien zeigen bis zu 40 % weniger freie Radikale und rund 50 % weniger p-Benzosemiquinon. Wer selbst dreht, fährt mit einem hochwertigen Aktivkohlefilter deshalb klar besser – am besten mit feiner Kokosnuss-Aktivkohle und offenporigen Zellulosekappen.
Was bringt ein Aktivkohlefilter bei Zigaretten?
Ein Aktivkohlefilter ergänzt den klassischen Celluloseacetat-Filter um eine Schicht poröser Aktivkohle, die gasförmige Verbindungen aus dem Rauch adsorbiert. Während ein normaler Filter vor allem Partikel und Teer zurückhält, bindet die Aktivkohle zusätzlich einen Teil der flüchtigen Stoffe. Das Ergebnis ist ein spürbar kühlerer, weicherer und weniger kratziger Zug.
Die einen schwören auf sie, die anderen sind noch etwas skeptisch - Aktivkohlefilter. Wir wollen heute den großen Vergleich zwischen ihnen und dem klassischen Zigarettenfilter ziehen, um euch einen Überblick darüber zu verschaffen, welches der richtige Filter für welche Situation ist. Für ein aussagekräftiges Ergebnis müssen wir unseren Vergleich etwas aufteilen. Ich bin sicher, die folgenden Ergebnisse werden euch überraschen. Lasst uns also starten:
Was soll geraucht werden?
Zigarette oder Joint - was darf es sein? Ganz abhängig von der Beantwortung dieser Frage eignet sich der eine Filter besser als der andere, doch wieso ist das so?
Schauen wir uns dazu einmal den Aufbau beider an:
Zigarettenfilter bestehen aus Celluloseacetat
Den klassischen Zigarettenfilter gibt es in verschiedenen Größen und Durchmessern. Die wohl gängigste Variante ist aber der Slim - Zigarettenfilter mit einer Länge von 15 mm und einem Durchmesser von 6 mm. Diese Zigarettenfilter bestehen häufig aus sehr eng gepresstem Celluloseacetat. Dieses Material reduziert einen Teil der im Zigarettenrauch enthaltenen Schadstoffe. Im Rauch stecken unter anderem
- Teer
- Nikotin
- Arsen
- Blei
- Blausäure
Ein reiner Celluloseacetat-Filter hält dabei vor allem partikelgebundene Bestandteile wie Teer zurück und sorgt außerdem dafür, dass größere Tabakstücke nicht in den Mund gelangen. Gasförmige Stoffe wie Blausäure werden dagegen kaum zurückgehalten. Ein Filter macht das Rauchen also nicht unbedenklich – er verringert lediglich einen Teil der Schadstoffe. Wie stark diese Reduktion ausfällt, lässt sich nicht garantieren und hängt stark davon ab, mit welchem Filter und mit welchem Tabak tatsächlich geraucht wird (das gilt auch für einfache Papierfilter). Dies dient euch also lediglich als grobe Richtungsangabe.
Aktivkohlefilter - Aufbau:
Bei Aktivkohlefiltern gibt es inzwischen zahlreiche Hersteller, was auch die Definition des Filteraufbaus wesentlich schwerer werden lässt. Zum besseren Vergleich ziehen wir auch hier Aktivkohlefilter mit der allbekannten "Tipsize" zum Vergleich heran. Diese sind mit 25 mm zwar etwas länger als die herkömmlichen Zigarettenfilter, jedoch ebenfalls 6 mm im Durchmesser. Hier wird im Inneren mit Aktivkohlestücken (meist Kokosnuss oder Steinkohle) gefiltert.
Falls euch detaillierter interessiert, was den perfekten Aktivkohlefilter ausmacht und wie er im Detail funktioniert, dann schaut in unserem Filter-Ratgeber vorbei.
Ziel der Aktivkohle im Inneren ist, möglichst viele Schadstoffe aus dem vorbeiziehenden Rauch zu filtern. Hierzu macht sie sich das Gesetz der Adsorption zu nutzen. Bei dieser werden Schadstoffe an der Oberfläche der Aktivkohle gebunden. Unabhängige Untersuchungen aus dem Jahr 2018 weisen darauf hin, dass Aktivkohlefilter, verglichen mit regulären Zigarettenfiltern, effektiv 40 % weniger freie Radikale durchdringen lassen. Eine separate Studie zeigte, dass Aktivkohlefilter die Exposition gegenüber p-Benzosemiquinon, einem reizenden Stoff im Zigarettenrauch, um bis zu 50 % verringern können. Sie haben dadurch also eine erhöhte Effizienz bei der Filterung von krebserregenden Stoffen im Vergleich zu konventionellen Zigarettenfiltern.
Kommen wir also zurück auf die eingangs gestellte Frage, lässt sich sagen, dass Zigarettenfilter auch dank ihres Aufbaus für das Rauchen von Tabak grundsätzlich gut geeignet sind. Sie filtern Grobheiten sowie Teer und Nikotin gewissenhaft aus dem Rauch. Zudem wird ein lästiges Kratzen beim Rauchen reduziert.
Für die Nutzung in Joints sind sie jedoch nicht geeignet. Das liegt vor allem an ihrer so eng gepressten Form, welche die gewollten Inhaltsstoffe wie THC und CBD beim Rauchen eines Joints ebenso filtern kann.
Beim Aktivkohlefilter lässt sich sagen, dass er grundsätzlich auch beim Rauchen von Tabak eingesetzt werden kann, jedoch werden hierbei auch große Teile Nikotin und Teer im Filter verbleiben. Wer also ein schadstoffärmeres Rauchen erlangen möchte oder sich dem Tabakrauch langfristig komplett entziehen möchte, für den bietet sich das Eindrehen eines solchen Filters definitiv an.
Ihre besten Ergebnisse zeigen Kohlefilter jedoch bei der Nutzung im Joint. Hier werden großflächig Schadstoffe des Tabakrauchs, sowie des Verbrennungsprozesses entnommen, während Inhaltsstoffe des Cannabis zu großen Teilen den Filter ungestört passieren können. Dies bietet dem Konsumenten den Vorteil eines deutlich verbesserten Raucherlebnisses. Zusätzlich wird der Geschmack durch Aktivkohlefilter mit offenporigem Zelluloseverschluss, wie dem "Medusafilter" nicht verfälscht, da kein Aktivkohlestaub in den Hals gelangt. Eure Lungen werden es euch danken. Was den perfekten Aktivkohlefilter ausmacht, erfahrt ihr hier.
⇨ Über 7000 verschiedene Chemikalien nehmen wir beim Rauchen ohne Filter auf - viele davon noch unerforscht.
Wie es um die gesundheitlichen Auswirkungen beim Rauchen mit Filtern bei uns steht, sollte hiermit abschließend beantwortet sein. Wie sieht es aber für die Gesundheit unserer Umwelt aus? Welche Umweltauswirkungen haben die Filter?
Unterschiede in der Umweltbelastung
Zugegeben ist es schwierig hier ein eindeutiges Ergebnis aufzuzeigen, da inzwischen fast unzählbar viele Filtervarianten auf dem Markt sind, die sich indes teils stark voneinander unterscheiden.
Wir wollen es dennoch versuchen:
Zigarettenfilter bestehen oft aus eng gepresstem Zelluloseacetat:
Dies ist ein biologisch abbaubarer, Bio-basierter Kunststoff, der zum Beispiel zur Herstellung nachhaltiger Verpackungen für Lebensmittel verwendet werden kann. Dementsprechend gelangt er auch in Siedlungsabfälle. Cellulose-Acetat (Kurzzeichen CA.) wird zwar zu den thermoplastischen Kunststoffen gezählt, ist aber eher ein modifizierter Naturstoff. Bei der Produktion wird Cellulose, meist in Form von natürlichem Zellstoff vorliegend, mit Essigsäure und mit Essigsäureanhydrid verestert. Ein Prozess, der inzwischen vollständig umweltfreundlich abläuft.
Einziges (großes) Problem: Beim Zigarettenfilter wird das Zelluloseacetat sehr eng gepresst, um möglichst hohe Filterergebnisse zu erzielen - hierdurch hat Flüssigkeit (Tröpfen beim Rauchen oder Regen nach der achtlosen Entsorgung) jedoch keine Möglichkeit ins Innere vorzudringen, um dort den Abbauprozess zu starten (zersetzen sich langsamer). Das bringt eine Abbauzeit von zehn bis 15 Jahren mit sich. Zigarettenstummel sind giftig für unsere Umwelt und drohen 1000 Liter Wasser unserer Gewässer zu verseuchen. Pro Filter! Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) werden jedes Jahr etwa 4,5 Billionen Zigarettenstummel in die Natur weggeworfen und verschmutzen diese so. Eine unfassbare Zahl. Das geht nicht nur mit schädlichen Auswirkungen auf unsere Umwelt einher, das wirkt sich auch auf uns und unsere Ernährung aus. Toxische Böden geben weniger und schlechtere Ernte.
Deshalb ist so wichtig, dass sie richtig entsorgt werden und im Abfall (Aschenbechern) landen.
Inzwischen gibt es aber auch Zigarettenfilter mit deutlicher verkürzter Abbauzeit und derselben Dichte aus Hanf. Sie dienen künftig als Alternative. Sie richtig zu entsorgen, ist aber ebenso wichtig. Aufgenommene Schadstoffe gelangen sonst trotzdem in die Umwelt und sind größtenteils unabhängig von der Abbauzeit.
Doch wie sieht es bei Aktivkohlefiltern aus?
Aktivkohlefilter mit Kappen aus Keramik oder Kunststoff:
Der Keramikfilter besteht aus einer Pappröhre, Designpapier und den namensgebenden zwei Keramikdeckeln. Keramik gehört dabei zu den ältesten Materialien der menschlichen Geschichte. Obwohl es im Grunde ein Naturprodukt ist, wird für die Herstellung von Keramik immer noch eine große Menge an Energie benötigt, da die Keramik oftmals 6-12 Stunden bei 1200 °C erhitzt oder gesintert werden muss. Damit fällt jeder Anspruch auf Umweltverträglichkeit schon bei der Produktion weg. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass insbesondere der Einsatz von fossilen Brennstoffen für das Heizen der Öfen bei der Massenproduktion von Keramikprodukten die Umwelt schädigt, da dies zu hohen Emissionen führt. Darüber hinaus ist Keramik nicht biologisch abbaubar und kann somit problemlos ein Menschenleben oder sogar ganze Generationen überdauern. Vergleichen wir also dieses Ergebnis, mit dem der Zigarettenstummel, müssen wir sagen:
⇨ Der Zigarettenfilter stellt wegen seiner starken Dichte und der langen Abbauzeit ein Problem dar, ist in der Herstellung aber grundsätzlich umweltverträglich.
⇨ Beim Aktivkohlefilter mit Keramikkappe beginnt das "Problem" schon früher. Der Fertigungsprozess frisst Unmengen an Energie. Beim späteren Entsorgen sind die Schadstoffe zwar in der Aktivkohle versiegelt, Keramik ist jedoch nicht biologisch abbaubar.
Beim Aktivkohlefilter mit Kunststoffverschlüssen verhält es sich sehr ähnlich, hier gelangen jedoch zusätzlich Mikroplastikpartikel in die Umwelt.
Warum aber Kompromisse eingehen?
Wir empfehlen modernste Aktivkohlefilter mit offenporigen Zelluloseverschlüssen und feiner Kokosnussaktivkohle. Sie sind nicht nur umweltneutral und in Deutschland hergestellt, sondern dienen auch dem schadstoffärmeren Rauchvergnügen.
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Übrigens sind nicht nur unsere Hülsen 100% recycelbar, sondern auch alle weiteren Bestandteile vollständig biologisch abbaubar.
Du überlegst noch, ob ein Glasfilter die bessere Alternative wäre? Dann lies unseren Vergleich Glasfilter vs. Aktivkohlefilter.
Das passende Zubehör von Medusafilters
Häufig gestellte Fragen über den Vergleich von Filtern
Ein Aktivkohlefilter ist ein Zigaretten- oder Drehfilter, der zusätzlich zum weißen Celluloseacetat eine Kammer mit Aktivkohle-Granulat enthält. Der Rauch strömt erst durch die Fasern und dann durch die Kohle, die einen Teil der gasförmigen Bestandteile adsorbiert. Das Ergebnis ist ein kühlerer, weicherer und weniger kratziger Zug im Vergleich zum reinen Standardfilter.
Das hängt vom Ziel ab. In Sachen Geschmack und Zuggefühl bieten Aktivkohlefilter einen spürbaren Vorteil: Der Zug wird kühler und weicher, das Mundstück verfärbt sich langsamer. Gesundheitlich ist kein Filter ein Freibrief, Rauchen bleibt schädlich. Für Komfort und einen saubereren Geschmack empfinden viele Aktivkohle als angenehmer, dafür entstehen laufende Kosten, weil die Filter nach jedem Rauchgang getauscht werden.
Nein, klassische Aktivkohlefilter sind Einwegprodukte. Sobald die Poren der Kohle gesättigt sind, lässt die Adsorptionswirkung nach und der Filter saugt sich mit Kondensat voll. Für einen weiteren Rauchgang nimmst Du am besten einen frischen Filter. Wer wiederverwendbar filtern möchte, greift zu einem auswaschbaren Glasfilter, der den Rauch über Kühlung und Kondensation aufbereitet.
Nein. Aktivkohle kann einen Teil der gasförmigen Rauchbestandteile adsorbieren und den Zug weicher machen, aber sie entfernt nicht alle Schadstoffe. Kein Filter macht Rauchen unbedenklich – das Gesundheitsrisiko bleibt bestehen. Aktivkohlefilter solltest Du deshalb als Komfort- und Geschmacksfaktor verstehen, der Kühlung und Filterung verbessert, und nicht als Schutz- oder Gesundheitsmaßnahme.
Das hängt von Deiner Drehung ab. Für dünne Selbstgedrehte und King-Size-Papes ist der 6-mm-Aktivkohlefilter (slim) der Standard und sorgt für einen kühleren, gefilterten Zug. Bei Medusafilters bekommst Du genau diese 6-mm-Aktivkohlefilter aus Kokosnuss-Aktivkohle, die sich einfach auf das Mundstück stecken oder in die Spitze schieben lassen. Für dickere Drehungen passt zusätzlich ein Glasfilter in 8 bis 12 mm.
Beide kühlen den Rauch, arbeiten aber unterschiedlich. Aktivkohlefilter adsorbieren zusätzlich gasförmige Bestandteile, sind aber Einwegprodukte. Wiederverwendbare Glasfilter filtern rein mechanisch über Kondensation, lassen sich auswaschen und immer wieder nutzen – dafür fehlt ihnen die Adsorptionswirkung. Wer den stärksten Filtereffekt pro Zug will, nimmt Aktivkohle; wer nachhaltiger und ohne laufende Kosten filtern möchte, ist mit einem Glasfilter von Medusafilters gut bedient.
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Quellen:
Effect of Charcoal in Cigarette Filters on Free Radicals in Mainstream Smoke https://www.ncbi.nlm.nih.gov
Activated charcoal filter effectively reduces p-benzosemiquinone from the mainstream cigarette smoke and prevents emphysema https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
https://www.abstractsonline.com/pp8/#!/5789/presentation/23033
Haftungsausschluss:
Dieser Inhalt ist nur für Bildungszwecke gedacht. Die bereitgestellten Informationen stammen aus Forschungsarbeiten, persönlichen Fachgesprächen und eigenen Erfahrungen, die zusammengetragen wurden.
Aktivkohlefilter vs. normale Filter: Was ist der Unterschied?
Ein normaler Zigarettenfilter besteht aus Celluloseacetat und hält vor allem Partikel und Teer mechanisch zurück. Ein Aktivkohlefilter arbeitet zusätzlich über Adsorption und bindet einen Teil der gasförmigen Bestandteile.
Der Unterschied liegt im Filterprinzip. Der klassische Celluloseacetat-Filter funktioniert wie ein feines Sieb: Die weißen Fasern fangen Partikel, Kondensat und einen Teil des Teers ab, an gasförmige Verbindungen kommt er dagegen kaum heran. Ein Aktivkohlefilter ergänzt genau diese Lücke. Die poröse Kohle besitzt eine enorm große innere Oberfläche, an der sich flüchtige Moleküle anlagern. Deshalb schmeckt der Zug mit Aktivkohle für viele klarer und weniger scharf. In der Praxis merkst Du den Unterschied vor allem an drei Punkten: Der Zug wird kühler, weicher, und das Mundstück verfärbt sich langsamer. Wichtig zu wissen: Aktivkohle macht das Rauchen nicht harmlos, sie verändert lediglich Filterverhalten und Geschmack. Wer den Effekt selbst testen will, kombiniert einen 6-mm-Aktivkohlefilter mit dem gewohnten Dreh und vergleicht direkt mit einem reinen Standardfilter.
Wie ist ein klassischer Zigarettenfilter aufgebaut?
Ein herkömmlicher Zigarettenfilter besteht aus tausenden hauchdünnen Celluloseacetat-Fasern, die gekräuselt, gebündelt und in Papier gewickelt einen festen Filterstab bilden.
Celluloseacetat ist ein Werkstoff auf Zellulosebasis. Beim Filter werden die Fasern verklebt und zu einem zylindrischen Stab geformt, wodurch viele kleine Zwischenräume entstehen, durch die der Rauch strömt. Auf dem Weg bleiben Partikel, Feuchtigkeit und ein Teil des Teers an den Fasern hängen – genau deshalb verfärbt sich ein benutzter Filter bräunlich. Ein Aktivkohlefilter greift dieses Prinzip auf und schiebt zwischen die Faserpakete eine Kammer mit Aktivkohle-Granulat. Der Rauch passiert also erst die Fasern und dann die Kohle; manche Varianten arbeiten mehrstufig mit Kohle in der Mitte und Acetat an beiden Enden. Für Selbstdreher gibt es die Kohle als separaten Aufsteck- oder Einschubfilter, meist mit 6 mm Durchmesser. So lässt sich ein klassischer Filter unkompliziert um eine Aktivkohle-Stufe erweitern, ohne die Drehtechnik zu ändern.
Was filtert ein Aktivkohlefilter heraus?
Aktivkohle bindet vor allem gasförmige und geruchsintensive Verbindungen aus dem Rauch, während der Faseranteil weiterhin Partikel, Kondensat und einen Teil des Teers zurückhält.
Aktivkohle entsteht, wenn kohlenstoffreiches Material – bei Medusafilters aus Kokosnussschalen – unter Luftabschluss stark erhitzt und anschließend aktiviert wird. Dabei bildet sich ein Netz feinster Poren mit riesiger innerer Oberfläche. An dieser Oberfläche lagern sich flüchtige Moleküle an (Adsorption). Beim Rauch betrifft das unter anderem einen Teil der aromatischen und schwefelhaltigen Gase, die für kratzigen Geschmack und strengen Geruch mitverantwortlich sind. Deshalb empfinden viele den Zug mit Aktivkohle als runder und weniger beißend. Was Aktivkohle nicht leistet: Sie entfernt nicht alle Bestandteile, und kein Filter macht Rauch unbedenklich. Die Wirkung lässt zudem nach, sobald die Poren gesättigt sind – deshalb sind Aktivkohlefilter Einwegprodukte für einen Rauchgang. Wiederverwendbare Glasfilter dagegen filtern rein mechanisch über Kühlung und Kondensation und lassen sich auswaschen.
Ist ein Zigarettenfilter-Aufsatz sinnvoll?
Ein Aktivkohle-Aufsatz ist sinnvoll, wenn Du einen kühleren, weicheren Zug und weniger Kratzen im Hals möchtest. Einen gesundheitlichen Freibrief liefert er nicht.
Ob sich ein Aufsatz lohnt, hängt vom Ziel ab. Für Geschmack und Zuggefühl bringt Aktivkohle einen spürbaren Effekt: Der Rauch wird auf dem längeren Weg durch Fasern und Kohle stärker abgekühlt und gefiltert, das Mundstück bleibt länger sauber. Gerade wer selbst dreht und trockenen, heißen Rauch als unangenehm empfindet, profitiert vom kühleren Zug, und der Eigengeschmack der Kräuter oder des Tabaks kommt für viele klarer durch. Rechnen solltest Du mit laufenden Kosten, denn jeder Filter wird nur einmal verwendet. So setzt Du einen Aktivkohlefilter richtig ein:
- Dreh Deinen Filter oder Joint wie gewohnt und lass am Mundstück etwas Platz.
- Steck den 6-mm-Aktivkohlefilter außen auf das Mundstück oder schieb ihn in die Spitze.
- Zieh langsam an – der Rauch passiert erst die Acetat-Fasern, dann die Kohle.
- Tausch den Filter nach dem Rauchgang, sobald der Zug schwerer wird oder der Geschmack umschlägt.
Was sagen Studien zu Aktivkohlefiltern beim Rauchen?
Untersuchungen zeigen, dass Aktivkohle in Zigarettenfiltern einen Teil der gasförmigen Rauchbestandteile adsorbieren kann. Eine gesundheitlich unbedenkliche Zigarette entsteht dadurch aber nicht.
Die Forschung zu Aktivkohlefiltern reicht Jahrzehnte zurück. Der breite Konsens: Aktivkohle kann bestimmte flüchtige organische Verbindungen und Gasphasenbestandteile aus dem Rauch teilweise zurückhalten, weil sie an der porösen Oberfläche adsorbieren. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von Kohlemenge, Korngröße, Zugstärke und davon ab, wie gesättigt die Kohle bereits ist. Zwei Punkte betonen seriöse Quellen immer wieder: Erstens filtert Aktivkohle selektiv – sie wirkt auf Gase, nicht auf jeden Bestandteil gleichermaßen. Zweitens senkt kein Filter das Risiko des Rauchens auf null; Rauchen bleibt gesundheitsschädlich. Konkrete Prozentzahlen schwanken je nach Studienaufbau stark und lassen sich nicht pauschal übertragen. Wer den Effekt einordnen will, sollte Aktivkohle daher als Komfort- und Geschmacksfaktor sehen und nicht als Schutzmaßnahme.
Welche Größe passt: 6 mm Aktivkohle oder Glasfilter?
Für Selbstgedrehte ist der 6-mm-Aktivkohlefilter der Standard. Wer wiederverwendbar filtern will, greift zum Glasfilter, den es in 8 bis 12 mm gibt.
Die Größe entscheidet über Passform und Zuggefühl. Der 6-mm-Aktivkohlefilter (slim) passt in die meisten dünnen Drehungen und King-Size-Papes und erzeugt einen etwas festeren, gut kontrollierbaren Zug. Er besteht aus einer Aktivkohle-Kammer zwischen zwei Faserkappen, die verhindern, dass Granulat in den Mund gelangt. Bei Medusafilters wird die Kohle aus Kokosnussschalen gewonnen, der Filter misst rund 6 mm im Durchmesser und etwa 25 mm in der Länge – Made in Germany. Achte allgemein auf dicht gepackte Kohle und stabile Endkappen, damit nichts durchrieselt. Wer keine Einwegfilter möchte, nimmt einen wiederverwendbaren Glasfilter: Die gedrehte Glasform kühlt den Rauch über Kondensation, lässt sich auswaschen und immer wieder nutzen. Dafür fehlt ihr die Adsorptionswirkung der Aktivkohle. Welche Variante besser passt, ist letztlich Geschmackssache und eine Frage der laufenden Kosten.












