Klassische Zigarettenfilter vs Aktivkohlefilter
Die Antwort auf einen Blick
Klassische Zigarettenfilter aus Celluloseacetat halten vor allem grobe Partikel zurück – für Zigaretten solide, für alles andere ein Kompromiss. Aktivkohlefilter adsorbieren zusätzlich Schadstoffe direkt aus dem Rauch: Studien an Fabrikzigaretten mit Kohlefilter zeigen dort bis zu 40 % weniger freie Radikale und rund 50 % weniger p-Benzosemiquinon; auf handgedrehte Filter lässt sich das nicht eins zu eins übertragen. Wer selbst dreht, fährt mit einem hochwertigen Aktivkohlefilter deshalb klar besser – am besten mit feiner Kokosnuss-Aktivkohle und offenporigen Zellulosekappen.
Was bringt ein Aktivkohlefilter bei Zigaretten?
Ein Aktivkohlefilter ergänzt den klassischen Celluloseacetat-Filter um eine Schicht poröser Aktivkohle, die gasförmige Verbindungen aus dem Rauch adsorbiert. Während ein normaler Filter vor allem Partikel und Teer zurückhält, bindet die Kohle zusätzlich einen Teil der flüchtigen Stoffe. Das Ergebnis ist ein spürbar kühlerer, weicherer und weniger kratziger Zug. Unbedenklich wird Rauchen dadurch nicht — der Unterschied liegt bei Geschmack, Temperatur und Zuggefühl.
Die einen schwören auf sie, die anderen sind noch etwas skeptisch - Aktivkohlefilter. Wir wollen heute den großen Vergleich zwischen ihnen und dem klassischen Zigarettenfilter ziehen, um euch einen Überblick darüber zu verschaffen, welches der richtige Filter für welche Situation ist. Für ein aussagekräftiges Ergebnis müssen wir unseren Vergleich etwas aufteilen. Ich bin sicher, die folgenden Ergebnisse werden euch überraschen. Lasst uns also starten:
Was soll geraucht werden?
Zigarette oder Joint - was darf es sein? Ganz abhängig von der Beantwortung dieser Frage eignet sich der eine Filter besser als der andere, doch wieso ist das so?
Schauen wir uns dazu einmal den Aufbau beider an:
Zigarettenfilter bestehen aus Celluloseacetat
Den klassischen Zigarettenfilter gibt es in verschiedenen Größen und Durchmessern. Die wohl gängigste Variante ist aber der Slim - Zigarettenfilter mit einer Länge von 15 mm und einem Durchmesser von 6 mm. Diese Zigarettenfilter bestehen häufig aus sehr eng gepresstem Celluloseacetat. Dieses Material reduziert einen Teil der im Zigarettenrauch enthaltenen Schadstoffe. Im Rauch stecken unter anderem
- Teer
- Nikotin
- Arsen
- Blei
- Blausäure
Ein reiner Celluloseacetat-Filter hält dabei vor allem partikelgebundene Bestandteile wie Teer zurück und sorgt außerdem dafür, dass größere Tabakstücke nicht in den Mund gelangen. Gasförmige Stoffe wie Blausäure werden dagegen kaum zurückgehalten. Ein Filter macht das Rauchen also nicht unbedenklich – er verringert lediglich einen Teil der Schadstoffe. Wie stark diese Reduktion ausfällt, lässt sich nicht garantieren und hängt stark davon ab, mit welchem Filter und mit welchem Tabak tatsächlich geraucht wird (das gilt auch für einfache Papierfilter). Dies dient euch also lediglich als grobe Richtungsangabe.
Aktivkohlefilter - Aufbau:
Bei Aktivkohlefiltern gibt es inzwischen zahlreiche Hersteller, was auch die Definition des Filteraufbaus wesentlich schwerer werden lässt. Zum besseren Vergleich ziehen wir auch hier Aktivkohlefilter mit der allbekannten "Tipsize" zum Vergleich heran. Diese sind mit 25 mm zwar etwas länger als die herkömmlichen Zigarettenfilter, jedoch ebenfalls 6 mm im Durchmesser. Hier wird im Inneren mit Aktivkohlestücken (meist Kokosnuss oder Steinkohle) gefiltert.
Falls euch detaillierter interessiert, was den perfekten Aktivkohlefilter ausmacht und wie er im Detail funktioniert, dann schaut in unserem Filter-Ratgeber vorbei.
Ziel der Aktivkohle im Inneren ist, möglichst viele Schadstoffe aus dem vorbeiziehenden Rauch zu filtern. Hierzu macht sie sich das Gesetz der Adsorption zu nutzen. Bei dieser werden Schadstoffe an der Oberfläche der Aktivkohle gebunden. Unabhängige Untersuchungen aus dem Jahr 2018 weisen darauf hin, dass Aktivkohlefilter, verglichen mit regulären Zigarettenfiltern, effektiv 40 % weniger freie Radikale durchdringen lassen. Eine separate Studie zeigte, dass Aktivkohlefilter die Exposition gegenüber p-Benzosemiquinon, einem reizenden Stoff im Zigarettenrauch, um bis zu 50 % verringern können. Beide Untersuchungen beziehen sich auf Fabrikzigaretten mit eingebautem Kohlefilter und lassen sich nicht eins zu eins auf handgedrehte Filter übertragen. Unbedenklich wird Rauchen dadurch nicht.
Kommen wir also zurück auf die eingangs gestellte Frage, lässt sich sagen, dass Zigarettenfilter auch dank ihres Aufbaus für das Rauchen von Tabak grundsätzlich gut geeignet sind. Sie filtern Grobheiten sowie Teer und Nikotin gewissenhaft aus dem Rauch. Zudem wird ein lästiges Kratzen beim Rauchen reduziert.
Für die Nutzung in Joints sind sie jedoch nicht geeignet. Das liegt vor allem an ihrer so eng gepressten Form, welche die gewollten Inhaltsstoffe wie THC und CBD beim Rauchen eines Joints ebenso filtern kann.
Beim Aktivkohlefilter lässt sich sagen, dass er grundsätzlich auch beim Rauchen von Tabak eingesetzt werden kann, jedoch werden hierbei auch große Teile Nikotin und Teer im Filter verbleiben. Wer den Zug kühler und weniger kratzig haben möchte, für den ist das Eindrehen eines solchen Filters eine Überlegung wert.
Ihre besten Ergebnisse zeigen Kohlefilter jedoch bei der Nutzung im Joint. Hier bindet die Kohle einen Teil der gasförmigen Bestandteile aus dem Rauch, während der lockerere Aufbau den Zug offen hält. Für viele ist das Ergebnis vor allem ein weicherer, kühlerer Zug. Zusätzlich wird der Geschmack durch Aktivkohlefilter mit offenporigem Zelluloseverschluss, wie dem "Medusafilter" nicht verfälscht, da kein Aktivkohlestaub in den Hals gelangt. Worauf es bei der Bauart ankommt, steht in unserem Ratgeber zu den besten Aktivkohlefiltern.
⇨ Über 7000 verschiedene Chemikalien nehmen wir beim Rauchen ohne Filter auf - viele davon noch unerforscht.
Damit ist der Vergleich der Filterwirkung abgeschlossen. Wie sieht es aber für die Gesundheit unserer Umwelt aus? Welche Umweltauswirkungen haben die Filter?
Unterschiede in der Umweltbelastung
Zugegeben ist es schwierig hier ein eindeutiges Ergebnis aufzuzeigen, da inzwischen fast unzählbar viele Filtervarianten auf dem Markt sind, die sich indes teils stark voneinander unterscheiden.
Wir wollen es dennoch versuchen:
Zigarettenfilter bestehen oft aus eng gepresstem Zelluloseacetat:
Dies ist ein biologisch abbaubarer, Bio-basierter Kunststoff, der zum Beispiel zur Herstellung nachhaltiger Verpackungen für Lebensmittel verwendet werden kann. Dementsprechend gelangt er auch in Siedlungsabfälle. Cellulose-Acetat (Kurzzeichen CA.) wird zwar zu den thermoplastischen Kunststoffen gezählt, ist aber eher ein modifizierter Naturstoff. Bei der Produktion wird Cellulose, meist in Form von natürlichem Zellstoff vorliegend, mit Essigsäure und mit Essigsäureanhydrid verestert. Ein Prozess, der inzwischen vollständig umweltfreundlich abläuft.
Einziges (großes) Problem: Beim Zigarettenfilter wird das Zelluloseacetat sehr eng gepresst, um möglichst hohe Filterergebnisse zu erzielen - hierdurch hat Flüssigkeit (Tröpfen beim Rauchen oder Regen nach der achtlosen Entsorgung) jedoch keine Möglichkeit ins Innere vorzudringen, um dort den Abbauprozess zu starten (zersetzen sich langsamer). Das bringt eine Abbauzeit von zehn bis 15 Jahren mit sich. Zigarettenstummel sind giftig für unsere Umwelt und drohen 1000 Liter Wasser unserer Gewässer zu verseuchen. Pro Filter! Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) werden jedes Jahr etwa 4,5 Billionen Zigarettenstummel in die Natur weggeworfen und verschmutzen diese so. Eine unfassbare Zahl. Das geht nicht nur mit schädlichen Auswirkungen auf unsere Umwelt einher, das wirkt sich auch auf uns und unsere Ernährung aus. Toxische Böden geben weniger und schlechtere Ernte.
Deshalb ist so wichtig, dass sie richtig entsorgt werden und im Abfall (Aschenbechern) landen.
Inzwischen gibt es aber auch Zigarettenfilter mit deutlicher verkürzter Abbauzeit und derselben Dichte aus Hanf. Sie dienen künftig als Alternative. Sie richtig zu entsorgen, ist aber ebenso wichtig. Aufgenommene Schadstoffe gelangen sonst trotzdem in die Umwelt und sind größtenteils unabhängig von der Abbauzeit.
Doch wie sieht es bei Aktivkohlefiltern aus?
Aktivkohlefilter mit Kappen aus Keramik oder Kunststoff:
Der Keramikfilter besteht aus einer Pappröhre, Designpapier und den namensgebenden zwei Keramikdeckeln. Keramik gehört dabei zu den ältesten Materialien der menschlichen Geschichte. Obwohl es im Grunde ein Naturprodukt ist, wird für die Herstellung von Keramik immer noch eine große Menge an Energie benötigt, da die Keramik oftmals 6-12 Stunden bei 1200 °C erhitzt oder gesintert werden muss. Damit fällt jeder Anspruch auf Umweltverträglichkeit schon bei der Produktion weg. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass insbesondere der Einsatz von fossilen Brennstoffen für das Heizen der Öfen bei der Massenproduktion von Keramikprodukten die Umwelt schädigt, da dies zu hohen Emissionen führt. Darüber hinaus ist Keramik nicht biologisch abbaubar und kann somit problemlos ein Menschenleben oder sogar ganze Generationen überdauern. Vergleichen wir also dieses Ergebnis, mit dem der Zigarettenstummel, müssen wir sagen:
⇨ Der Zigarettenfilter stellt wegen seiner starken Dichte und der langen Abbauzeit ein Problem dar, ist in der Herstellung aber grundsätzlich umweltverträglich.
⇨ Beim Aktivkohlefilter mit Keramikkappe beginnt das "Problem" schon früher. Der Fertigungsprozess frisst Unmengen an Energie. Beim späteren Entsorgen sind die Schadstoffe zwar in der Aktivkohle versiegelt, Keramik ist jedoch nicht biologisch abbaubar.
Beim Aktivkohlefilter mit Kunststoffverschlüssen verhält es sich sehr ähnlich, hier gelangen jedoch zusätzlich Mikroplastikpartikel in die Umwelt.
Warum aber Kompromisse eingehen?
Wir empfehlen modernste Aktivkohlefilter mit offenporigen Zelluloseverschlüssen und feiner Kokosnussaktivkohle. Sie werden in Deutschland hergestellt und sorgen für einen kühleren, weniger kratzigen Zug.
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Tu also dir und der Umwelt mal was Gutes und probiere unsere Aktivkohlefilter von Medusafilters. Mit Herz und Solarstrom in Deutschland hergestellt, um eure höchsten Erwartungen noch zu übertreffen. Erfahrt jetzt den Unterschied!
Übrigens sind nicht nur unsere Hülsen 100% recycelbar, sondern auch alle weiteren Bestandteile vollständig biologisch abbaubar.
Du überlegst noch, ob ein Glasfilter die bessere Alternative wäre? Dann lies unseren Vergleich Glasfilter vs. Aktivkohlefilter.
Aktivkohlefilter für Zigaretten: Was sich beim Zug verändert
Bei einer selbstgedrehten Zigarette sitzt der Aktivkohlefilter an der Stelle des normalen Filters oder als Aufsatz davor. Der Rauch legt dadurch einen längeren Weg zurück, kühlt stärker ab und verliert einen Teil seiner gasförmigen Bestandteile.
Drei Dinge merkst Du sofort. Erstens die Temperatur: Der Zug kommt kühler an, weil der Rauch durch Fasern und Kohlekammer zusätzliche Strecke zurücklegt. Zweitens die Schärfe: Ein Teil der Reizstoffe, die für das Kratzen im Hals sorgen, lagert sich an der Kohle an. Drittens das Mundstück, das sich langsamer braun verfärbt, weil weniger Kondensat durchkommt.
Was sich nicht ändert: Nikotin und Teer entstehen weiter, und ein Teil davon erreicht Dich trotzdem. Wer den Effekt an einer fertigen Zigarette will, steckt den Filter außen auf — das funktioniert, verändert aber den Zugwiderstand deutlich. Beim Selberdrehen ist der Einsatz sauberer, weil die Drehung von vornherein auf den Filter abgestimmt ist. Bei Medusafilters kommt dafür fein gemahlene Kokosnuss-Aktivkohle zum Einsatz, eingefasst zwischen offenporigen Zellulosekappen, damit kein Kohlestaub in den Mund gelangt. Eine Übersicht aller Varianten findest Du in unserer Übersicht der Aktivkohlefilter.
Aktivkohlefilter vs. normale Filter: Was ist der Unterschied?
Ein normaler Zigarettenfilter besteht aus Celluloseacetat und hält vor allem Partikel und Teer mechanisch zurück. Ein Aktivkohlefilter arbeitet zusätzlich über Adsorption und bindet einen Teil der gasförmigen Bestandteile.
Der Unterschied liegt im Filterprinzip. Der klassische Celluloseacetat-Filter funktioniert wie ein feines Sieb: Die weißen Fasern fangen Partikel, Kondensat und einen Teil des Teers ab, an gasförmige Verbindungen kommt er dagegen kaum heran. Die Kohle ergänzt genau diese Lücke. Ihre poröse Struktur besitzt eine enorm große innere Oberfläche, an der sich flüchtige Moleküle anlagern. Deshalb schmeckt der Zug für viele klarer und weniger scharf.
In der Praxis merkst Du den Unterschied an drei Punkten: Der Zug wird kühler, weicher, und das Mundstück verfärbt sich langsamer. Wichtig zu wissen: Die Kohle macht das Rauchen nicht harmlos, sie verändert lediglich Filterverhalten und Geschmack. Wer den Effekt selbst testen will, dreht zweimal dasselbe — einmal mit Standardfilter, einmal mit 6-mm-Aktivkohlefilter — und vergleicht direkt.
Wie ist ein klassischer Zigarettenfilter aufgebaut?
Ein herkömmlicher Zigarettenfilter besteht aus tausenden hauchdünnen Celluloseacetat-Fasern, die gekräuselt, gebündelt und in Papier gewickelt einen festen Filterstab bilden.
Celluloseacetat ist ein Werkstoff auf Zellulosebasis. Beim Filter werden die Fasern verklebt und zu einem zylindrischen Stab geformt, wodurch viele kleine Zwischenräume entstehen, durch die der Rauch strömt. Auf dem Weg bleiben Partikel, Feuchtigkeit und ein Teil des Teers an den Fasern hängen — genau deshalb verfärbt sich ein benutzter Filter bräunlich. Die gängigste Bauform ist der Slim-Filter mit 15 mm Länge und 6 mm Durchmesser.
Ein Aktivkohlefilter greift dieses Prinzip auf und schiebt zwischen die Faserpakete eine Kammer mit Kohle-Granulat. Der Rauch passiert also erst die Fasern und dann die Kohle; manche Varianten arbeiten mehrstufig mit Kohle in der Mitte und Acetat an beiden Enden. Für Selbstdreher gibt es sie als separaten Aufsteck- oder Einschubfilter mit 6 mm Durchmesser und rund 25 mm Länge. Wie herum er in die Drehung gehört, erklärt unser Ratgeber Aktivkohlefilter richtig herum einsetzen.
Was filtert ein Aktivkohlefilter heraus?
Aktivkohle bindet vor allem gasförmige und geruchsintensive Verbindungen aus dem Rauch, während der Faseranteil weiterhin Partikel, Kondensat und einen Teil des Teers zurückhält.
Aktivkohle entsteht, wenn kohlenstoffreiches Material — bei Medusafilters Kokosnussschalen — unter Luftabschluss stark erhitzt und anschließend aktiviert wird. Dabei bildet sich ein Netz feinster Poren mit riesiger innerer Oberfläche. An dieser Oberfläche lagern sich flüchtige Moleküle an; dieser Vorgang heißt Adsorption. Beim Rauch betrifft das unter anderem einen Teil der aromatischen und schwefelhaltigen Gase, die für kratzigen Geschmack und strengen Geruch mitverantwortlich sind.
Was die Kohle nicht leistet: Sie entfernt nicht alle Bestandteile, und kein Filter macht Rauch unbedenklich. Die Wirkung lässt zudem nach, sobald die Poren gesättigt sind — deshalb ist ein solcher Filter ein Einwegprodukt für einen Rauchgang. Warum sich das Auswaschen nicht lohnt, steht in Kann man Aktivkohlefilter wiederverwenden?. Wiederverwendbare Glasfilter dagegen filtern rein mechanisch über Kühlung und Kondensation.
Kann man einen Joint mit Zigarettenfilter rauchen?
Technisch ja — ein klassischer Zigarettenfilter passt in jede Drehung und hält den Inhalt zurück. Für einen Joint ist er aber der schlechtere Kompromiss, weil das eng gepresste Celluloseacetat den Zug stark bremst und sich schnell mit Kondensat vollsaugt.
Der Grund liegt in der Bauweise. Ein Zigarettenfilter ist für den gleichmäßigen, trockenen Rauch einer Fabrikzigarette ausgelegt: dichte Faserpackung, kurze Strecke, hoher Widerstand. In einer handgedrehten Tüte entsteht mehr Kondensat, das die Fasern zusetzt. Der Zug wird nach wenigen Zügen schwer, das Mundstück matscht durch, und der Filter kann Anteile der gewünschten Inhaltsstoffe mit zurückhalten.
Praktikabler sind zwei Alternativen. Ein gedrehter Papptip aus Filtertips hält die Drehung offen und dient nur als Mundstück — wie das geht, zeigt Tip selber bauen. Oder Du nimmst einen 6-mm-Aktivkohlefilter, der Zug und Kühlung übernimmt, ohne dicht zu machen. Was er dabei genau leistet, haben wir in Was bringen Aktivkohlefilter? aufgeschrieben. Wer gar nichts einsetzt, riskiert lose Krümel im Mund und einen ungleichmäßigen Abbrand.
Filtert ein Zigarettenfilter THC heraus?
Ein Celluloseacetat-Filter hält alles zurück, was sich an seinen Fasern niederschlägt — und dazu gehören auch Wirkstoffe, die als Partikel im Kondensat transportiert werden. Wie groß dieser Anteil ist, lässt sich nicht seriös beziffern; belastbare Vergleichsmessungen für handgedrehte Filter gibt es nicht.
Was sich sagen lässt: Je dichter ein Filter gepackt ist und je mehr Kondensat sich darin sammelt, desto mehr bleibt hängen. Genau deshalb verfärbt sich ein gebrauchter Filter braun — das ist niedergeschlagenes Kondensat, kein reiner Teer. Ein eng gepresster Zigarettenfilter ist in dieser Hinsicht der aggressivste der drei gängigen Varianten.
Ein Papptip filtert praktisch gar nicht, er ist reines Mundstück und Abstandhalter. Aktivkohle liegt dazwischen: Sie zielt über die Adsorption vor allem auf gasförmige Verbindungen, die Faserkappen halten zusätzlich Partikel zurück. Wer möglichst wenig zurückhalten will, nimmt den Papptip; wer Kühlung und weniger Kratzen möchte, nimmt Kohle. Genaue Zahlen zum Wirkstoffverlust kursieren im Netz reichlich, tragfähige Messungen dahinter fehlen — deshalb nennen wir hier bewusst keine.
Ist ein Zigarettenfilter-Aufsatz sinnvoll?
Ein Aktivkohle-Aufsatz ist sinnvoll, wenn Du einen kühleren, weicheren Zug und weniger Kratzen im Hals möchtest. Einen gesundheitlichen Freibrief liefert er nicht.
Ob sich ein Aufsatz lohnt, hängt vom Ziel ab. Für Geschmack und Zuggefühl bringt er einen spürbaren Effekt: Der Rauch wird auf dem längeren Weg durch Fasern und Kohle stärker abgekühlt, das Mundstück bleibt länger sauber. Gerade wer trockenen, heißen Rauch als unangenehm empfindet, profitiert. Rechnen solltest Du mit laufenden Kosten, denn jeder Filter wird nur einmal verwendet. So setzt Du ihn richtig ein:
- Dreh wie gewohnt und lass am Mundstück etwas Platz.
- Steck den 6-mm-Filter außen auf das Mundstück oder schieb ihn in die Spitze.
- Zieh langsam an — der Rauch passiert erst die Acetat-Fasern, dann die Kohle.
- Tausch ihn nach dem Rauchgang, sobald der Zug schwerer wird oder der Geschmack umschlägt.
Wird der Zug schon vorher zäh, liegt es meist an zu fest gestopfter Drehung — die Ursachen stehen in Aktivkohlefilter verstopft.
Aktivkohle oder normale Kohle: Wo liegt der Unterschied?
Normale Kohle ist verkohltes Material mit geschlossener Struktur. Aktivkohle durchläuft einen zweiten Schritt, die Aktivierung, bei der ein Netz feinster Poren aufgeschlossen wird — dadurch steigt die innere Oberfläche um ein Vielfaches.
Beide starten gleich: Kohlenstoffreiches Ausgangsmaterial wie Holz, Torf oder Kokosnussschale wird unter Luftabschluss erhitzt, die flüchtigen Anteile entweichen, zurück bleibt Kohlenstoff. Grillkohle ist an diesem Punkt fertig — sie soll brennen, nicht filtern.
Aktivkohle wird danach mit Wasserdampf oder Chemikalien bei hohen Temperaturen behandelt. Dabei werden die verstopften Porenkanäle freigelegt, und aus der kompakten Kohle wird ein Schwamm auf molekularer Ebene: Ein einziges Gramm bringt es je nach Sorte auf mehrere hundert Quadratmeter innere Oberfläche. Genau diese Fläche ist der Grund, warum Aktivkohle filtern kann und Grillkohle nicht. Für die Filterleistung zählt außerdem das Ausgangsmaterial: Kohle aus Kokosnussschalen hat besonders feine Poren, was sie für kleine Moleküle aus dem Rauch interessant macht. Grillkohle gehört deshalb niemals in eine Drehung.
Was sagen Studien zu Aktivkohlefiltern beim Rauchen?
Untersuchungen zeigen, dass Aktivkohle in Zigarettenfiltern einen Teil der gasförmigen Rauchbestandteile adsorbieren kann. Eine gesundheitlich unbedenkliche Zigarette entsteht dadurch aber nicht.
Die Forschung dazu reicht Jahrzehnte zurück. Der breite Konsens: Die Kohle kann bestimmte flüchtige organische Verbindungen und Gasphasenbestandteile teilweise zurückhalten, weil sie an der porösen Oberfläche adsorbieren. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von Kohlemenge, Korngröße, Zugstärke und Sättigungsgrad ab.
Zwei Punkte betonen seriöse Quellen immer wieder: Erstens wirkt die Adsorption selektiv — auf Gase, nicht auf jeden Bestandteil gleichermaßen. Zweitens senkt kein Filter das Risiko des Rauchens auf null; Rauchen bleibt gesundheitsschädlich. Konkrete Prozentzahlen schwanken je nach Studienaufbau stark und lassen sich nicht auf handgedrehte Filter übertragen. Wer den Effekt einordnen will, sieht ihn als Komfort- und Geschmacksfaktor und nicht als Schutzmaßnahme. Welche Bauarten sich in der Praxis bewährt haben, vergleicht unser Filter-Ratgeber; die verfügbaren Größen und Mengen stehen bei den Aktivkohlefiltern von Medusafilters, die aktuell mit 4,77 von 5 Sternen aus 872 Bewertungen gelistet sind.
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Häufig gestellte Fragen zu Zigarettenfiltern und Aktivkohlefiltern
Ein Aktivkohlefilter ist ein Zigaretten- oder Drehfilter, der zusätzlich zum weißen Celluloseacetat eine Kammer mit Aktivkohle-Granulat enthält. Der Rauch strömt erst durch die Fasern und dann durch die Kohle, wo sich gasförmige Verbindungen an der porösen Oberfläche anlagern. Für Selbstdreher gibt es ihn als 6-mm-Filter zum Einschieben oder Aufstecken.
Das hängt vom Ziel ab. Bei Geschmack und Zuggefühl bieten sie einen spürbaren Vorteil: Der Zug wird kühler und weicher, das Mundstück verfärbt sich langsamer. Gesundheitlich ist kein Filter ein Freibrief — Rauchen bleibt schädlich, egal welcher Filter davor sitzt.
Möglich ist es, sinnvoll eher nicht. Das eng gepresste Celluloseacetat bremst den Zug stark, saugt sich mit Kondensat voll und hält auch Anteile der gewünschten Inhaltsstoffe zurück. Besser geeignet sind ein gedrehter Papptip als reines Mundstück oder ein 6-mm-Aktivkohlefilter, der kühlt, ohne dichtzumachen.
Ein Teil dessen, was sich als Kondensat an den Fasern niederschlägt, bleibt im Filter hängen — darunter auch Wirkstoffe. Wie viel genau, lässt sich nicht seriös beziffern, belastbare Messungen für handgedrehte Filter fehlen. Je dichter der Filter gepackt ist, desto mehr bleibt hängen; ein Papptip filtert praktisch gar nicht.
Nein. Aktivkohle kann einen Teil der gasförmigen Rauchbestandteile adsorbieren und den Zug weicher machen, aber sie entfernt nicht alle Schadstoffe. Kein Filter macht Rauchen unbedenklich — angenehmer ja, unbedenklich nein.
Nein. Beide bestehen aus Kohlenstoff, aber Aktivkohle durchläuft einen zweiten Schritt: die Aktivierung mit Wasserdampf oder Chemikalien. Erst dadurch entsteht das Netz feinster Poren mit mehreren hundert Quadratmetern innerer Oberfläche pro Gramm. Grillkohle soll brennen, Aktivkohle soll adsorbieren — sie gehört niemals in eine Drehung.
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Quellen:
Effect of Charcoal in Cigarette Filters on Free Radicals in Mainstream Smoke https://www.ncbi.nlm.nih.gov
Activated charcoal filter effectively reduces p-benzosemiquinone from the mainstream cigarette smoke and prevents emphysema https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
https://www.abstractsonline.com/pp8/#!/5789/presentation/23033
Haftungsausschluss:
Dieser Inhalt ist nur für Bildungszwecke gedacht. Die bereitgestellten Informationen stammen aus Forschungsarbeiten, persönlichen Fachgesprächen und eigenen Erfahrungen, die zusammengetragen wurden.












